Auf unserem Server liegen rund 30 Projekten von denen gut 20 produktiv sind. Angefangen haben wir mit Version 5.5 und sind seither regelmäßig auf die aktuellen Versionen migriert. Unsere beiden größten Projekten stammen noch aus der Zeit vor dem Navigationmanager. Aktuell halten die Projekte bei SeitenId 93.700 bzw. 42.149. Da es damals noch keinen Navimanager gab wurde nach etlichen Fehlschlägen eine proprietäre Navigationslösung geschaffen, die grob auf einem eigenen in der Datenbank gehaltenen Navigationsindex basiert der einmal pro Tag mittels RQL-Scripts automatisiert aus der Projektstruktur extrahiert wird. Die vielen anderen Projekte liegen irgendwo zwischen 100 und 7000 CMS-Seiten mit einem Ausreißer der bei 65.000 CMS-Seiten liegt. Jene die seit 7.0 entstanden sind durchgehend Navimanager-basiert.
Für die automatisierte Übernahme von halbwegs strukturierten Word-Dokumenten ist bei uns eine selbst implementierte Lösung im Einsatz, welche über RQL die Word-Dokumente ins CMS übernimmt. (Lauft unverändert weiter.)
Zum eigentlichen Update. Nach dem ziehen der DB-Backups und dem Erstellen des VmWare-ESX-Snapshots legten wir gegen 13:15 los. Das Setup brauchte für´s Update etwa bis 16:00. Anschließend verbrachte ich bis 19:30 damit, die Projektdatenbanken zu aktualisieren, die Projekte darauf zu prüfen, ob sie mit 10 noch korrekt ausschauen sowie ein paar bereits am Testsystem erprobte Templateänderungen vorzunehmen, die mit unserem proprietären Navigationsmechanismus in den älteren Projekten zusammenhängen. Die Navimanager-basierten Projekten funktionierten ohne jegliche Änderungen weiter. Mit Ausnahme von zwei Projekten bei denen ich am Montag noch Hand anlegen musste, war die Umstellung am Freitag um 19:30 abgeschlossen. Rund 8 Stunden für´s Update des Produktivsystem in einer nicht mehr ganz kleinen Installation sind nicht schlecht. Die Projekte wurden über´s Wochenende ohne Probleme neu publiziert.
Im laufenden Betrieb gab´s in unserer ersten Woche zwei Probleme:
* Einen ASP.NET-Deadlock, der einen Neustart erforderte. (seither nicht mehr aufgetreten)
* Und vermutlich ein PageBuilder-Problem, das ebenfalls einen Neustart erforderte.
Diese Woche gab´s bisher keine Probleme. Mal weiterschauen.
Wie ging´s uns seither?
Autoren scheinen gut damit zurechtzukommen. (Die die das CMS vorher bedienen kommen können´s noch immer und jene die bisher überfordert waren sind´s weiterhin.) Version 10 - spezifische Support-Anfragen gab´s bei uns intern kaum.
Die Publizierungszeiten wurden bei unseren (größeren) Projekten gegenüber 9.0 deutlich besser. (Etwa halbiert; wir verwendeten in der Vergangenheit bereits die xmlserver=0 - Einstellung.)
SmartEdit-Antwortzeiten haben sich ebenfalls positiv entwickelt. Bei uns sind zu Spitzenzeiten (=Vormittag 11:00) etwas über 20 Benutzer gleichzeitig am CMS angemeldet. Letzte Woche von Dienstag bis Donnerstag eine Auswertung über die Antwortzeiten von PreviewHandler.ashx gefahren. (Die Seite wird immer dann aufgerufen, wenn das CMS eine Seite mit RedDot´s zusammenbaut.)
Hier konnten
8.073 Request in weniger als 1 Sekunde beantwortet werden
3.072 in 1 bis 3 Sekunden
642 in 3 bis 6 Sekunden
168 in 6 bis 10 Sekunden und
102 benötigten über 10 Sekunden.
Denke, dass das zumindest im Vergleich zu vorher eine positive Entwicklung ist. Je nachdem wie die eigenen Projekte gebaut sind kann´s natürlich anders ausschauen.
Fazit ist aus meiner Sicht positiv. Das Update auf 10.0 SP1 verändert einiges zum Besseren. Wunder darf man sich natürlich keine erwarten. Gerade im Backend ist noch immer viel, wie´s immer war. Für´s anlegen einer neuen (Rahmen-)Seite in unserem Hauptprojekt mit den gut 90.000 Seiten wartet man noch immer rund 10 Sekunden. Die hat natürlich auch einige (zum Teil vorbelegte) Element. AssetManager sind unverändert nicht so toll. Die Transferzeit über WebService auf den DeliveryServer (incl. 10.0) ist ebenfalls unverändert Verbesserungswürdig und einiges mehr.
Glas halb voll oder halb leer? Aus meiner Sicht mit 10.0 SP1 eindeutig halb voll!
Christoph

